Ich schwitze zu stark, sogar als Mann – was kann ich tun?

Übermäßiges Schwitzen (medizinisch: Hyperhidrose) wird von den meisten Betroffenen als störend, vielfach auch als belastend empfunden. Wenn der natürliche Vorgang des Schwitzens den Alltag beeinträchtigt, kann es hilfreich sein, den Ursachen auf den Grund zu gehen und in manchen Fällen sogar eine Behandlung in Erwägung zu ziehen. Krankhaftes Schwitzen wird auch Hyperhidrose genannt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt erfahren Sie in diesem Beitrag. Zunächst müssen Sie aber ersteinmal feststellen, ob Sie überhaupt an einer Hyperhidrosis leiden.

Welche Funktion hat Schwitzen für den Körper?

Schwitzen erfüllt eine lebenswichtige Funktion des Körpers. Es dient dem Temperaturausgleich und wird von sehr unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Körperliche Anstrengung, beispielsweise Sport, sorgt für stärkeres Schwitzen und ermöglicht so ein Herunterkühlen des aufgeheizten Körpers. Es gibt aber auch das Schwitzen in Situationen von Stress oder Angst. Bei psychischen Belastungen schwitzen Menschen in der Regel mehr als sonst. Aber klar, stark sichtbare Schweißflecken möchte man vermeiden.

Gibt es beim Schwitzen einen Unterschied zwischen Männern und Frauen?

Während lange Zeit die Annahme vorherrschte, dass Männer sowohl schneller als auch mehr schwitzen als Frauen, haben aktuelle Untersuchungen keinen Anhaltspunkt für diese Vermutung gefunden.

Den neuesten Studien zufolge verläuft der Prozess des Schwitzens bei beiden Geschlechtern etwa gleich. Ein Unterschied in der Menge an produziertem Schweiß lässt sich hingegen an der Körpermasse festmachen. Je größer oder auch umfangreicher ein Mensch, desto mehr Schweiß produziert er.

Wie kann ich mich bei übermäßigem Schwitzen verhalten?

Wenn keine Krankheit zugrunde liegt, kann auf ein Deodorant, das mit Aluminiumsalzen in hoher Dosierung ausgestattet ist, zurückgegriffen werden. Dadurch werden die Schweißdrüsenausgänge teilweise vorübergehend verschlossen. Ob dies gesundheitlich Vorteilhaft ist, ist eher fraglich. Vermehrte Deodorants bauen auf Produkte ohne Aluminiumsalze und werden trotz vermehrter Schweißbildung vom Konsument bevorzugt.

Auch das Rasieren der Achselhaare sowie regelmäßiges Waschen unter den Achseln hemmen die Bakterienbildung, die mit dem Schweiß verbunden ist. Manchen hilft Salbeitee, anderen eine ausgewogene Ernährung sowie der Verzicht auf Nikotin und Alkohol. Hier gilt es in erster Linie verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren, um eine hilfreiche Variante zu finden.

Ab wann gilt starkes Schwitzen als Krankheit?

Die Produktion des Körperschweißes kann deutlich über das normale Maß hinaus ansteigen. Es belastet den Betroffenen und wirkt sich häufig auch auf die Lebensqualität aus.

Ob starkes Schwitzen Krankheitswert hat, hängt jedoch nicht vorrangig von der produzierten Schweißmenge ab. Vielmehr ist die Fehlfunktion relevant, die ein krankhaftes Schwitzen hervorruft, das nicht mehr allein den Zweck der Temperaturregulierung des Körpers erfüllt.

Wie wird eine Hyperhidrose definiert?

Die Medizin kennt zwei unterschiedliche Formen, die primäre Hyperhidrose und die sekundäre Hyperhidrose. Bei der primären Form, die auch gleichzeitig die häufigste ist, lässt sich keine zugrunde liegende Erkrankung erkennen.

Starkes Schwitzen ist meist bereits seit der Pubertät bekannt und bleibt anschließend bestehen. Belastende Situationen und Stress sind häufige Auslöser. Die sekundäre Form basiert auf einer körperlichen Grunderkrankung, die von Stoffwechselprozessen über Krebserkrankungen bis hin zu Infektionskrankheiten reichen kann.

Welche Ursachen bestehen bei der Hyperhidrose?

Bei der primären Hyperhidrose sind häufig akute Auslösesituationen maßgebend für starkes Schwitzen. Dies kann eine erhebliche physische Belastung sein, aber auch eine konkrete Angstsituation oder ein plötzlicher Streit sind denkbar.

Die sekundäre Hyperhidrose wird verursacht von sehr vielen unterschiedlichen Faktoren. Hierzu zählen beispielsweise ein plötzlicher Blutdruckanstieg im Rahmen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder eine körperliche Überlastung, die auf einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit basiert.

Wie lässt sich eine Hyperhidrose behandeln?

Um das Phänomen erfolgreich behandeln zu können muss zunächst der Hintergrund geklärt werden, der für übermäßiges Schwitzen verantwortlich ist. Je nach Ursache kann eine weiterführende fachärztliche Behandlung erforderlich sein, bei der die Grunderkrankung, die starkes Schwitzen hervorruft, therapiert wird. 

Auch individuelle Veränderungen des eigenen Lebensstils sind hilfreich, darunter im Bedarfsfall eine Gewichtsreduktion oder die Integration von etwas Sport in den persönlichen Alltag. Weiterhin ist die Hyperhidrose durch Antitranspirantien, eine Saugkürretage (Schweißdrüsen-Absaugung) und das miraDry Verfahren (Schweißdrüsen-Verödung) behandelbar.

Was ist die miraDry Behandlung und wie läuft sie ab?

Das miraDry Verfahren zählt zu den neueren operationsfreien Anwendungen, die auf der Basis sogenannter medizinischer Mikrowellen funktionieren. Sie werden bei den Schweißdrüsen, die sich unter den Achseln befinden, eingesetzt und ermöglichen hier eine Verödung auf besonders schonende Weise. Die Wellen sorgen für einen speziellen Wärmeeffekt, der lediglich durch die oberen Schichten der Haut dringt und die Schweißdrüsen verödet.

Ein Hydrokeramik-Kühlsystem ist während der gesamten Behandlung im Einsatz und sorgt dafür, dass die Haut keinen Schaden nimmt. Die Behandlung wird ambulant durchgeführt, dauert im Durchschnitt eine Stunde und ist nahezu schmerzfrei. Als Resultat wird an den behandelten Stellen so gut wie kein Achselschweiß mehr produziert. So können sie lästige Schweißfelcken unter den Achseln vermeiden – nachhaltig.

Wo gibt es die Möglichkeit einer Miradry Behandlung?

Wenn eine fortwährende belastende Beeinträchtigung gegeben ist durch – starkes Schwitzen im Alltag, – krankhaftes Schwitzen im Vergleich zu normaler Wärmeregulierung, – übermäßiges Schwitzen in öffentlich deutlich sichtbarer Form, dann kann eine miraDry Anwendung eine hilfreiche Option sein. Das zertifizierte ambulante und narkosefreie Verfahren wird sowohl in Aschaffenburg als auch in München angeboten.

Verkleinerung der Schamlippen für mehr Lebensqualität
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PD Dr. Med. Maximillian Eder

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Geprüft durch Dr. Maximilian Eder

Dr. Maximilian Eder ist seit vielen Jahren Spezialist der Ästhetischen und Plastischen Chirurgie.
Besonders die Brustvergrößerung München wie auch die Schamlippenverkleinerung und die Penisvergrößerung zählen zu Spezialgebieten von Dr Maximilian Eder.
Die Informationen auf dieser Seite wurden von Dr. Eder geprüft und beruhen auf den höchsten medizinischen Standards der Plastischen Chirurgie. Nähere Informationen und wissenschaftliche Publikationen finden Sie unter „Über Dr. Eder“.