Kapselfibrose

Eine Kapselfibrose ist eine mögliche Nebenwirkung einer Brustvergrößerung mit Implantaten. Es bildet sich dabei eine harte, teilweise schmerzhafte Kapsel um das Implantat. Es wird dabei in unterschiedliche Stadien unterteilt. Das Risiko einer Kapselbildung ist in der Regel gering. Durch den Einsatz qualitativ hochwertiger Brustimplantate und der “No-Touch-Technik” werden mögliche Risiken weitestgehend minimiert.

Was kann man tun bei einer Kapselfibrose? Haben Sie Schmerzen und kommt es bereits zu Verformungen der Brust?

Wichtig ist es in jedem Fall die Ruhe zu bewahren, da eine Kapselfibrose keine  gesundheitsgefährdende Komplikation darstellt. 

Auf dieser Seite erfahren Sie grundlegende Fakten zur Kapselverhärtung. Möchten Sie sich informieren über eine Kapselfibrose Behandlung? Im Falle eines Verdachts, wenden Sie sich an Dr. Eder in München.

Kapselfibrose – Grundlegende Fakten der Praxis von Dr. Eder:

  • „No-Touch-Technik“ zur Minimierung der Kapselfibrose
  • Narbensparende und gewebeschonende Technik
  • Schmerzarme und blutarme OP Technik
  • „en bloc“ Entfernung des Implantates mit der gesamten Kapsel
  • Keine Drainagen erforderlich
  • Hochwertige Qualitätsimplantate
  • Ambulanter Eingriff ohne Übernachtung
Brustimplantate & Kapselfibrose - Dr. med. Maximilian Eder

Was ist eine Kapselfibrose?

Eine Kapselfibrose, auch Kapselkontraktur genannt, ist eine Immunreaktion des Körpers. Wird ein Implantat zur Brustvergrößerung in die Brust eingesetzt, kann es passieren, dass der Körper eine Kapsel aus Bindegewebe (Kapselfibrose) um die Brustimplantate bildet. Der Körper reagiert mit einer “Abkapselung” vom Implantat. Das Komplikationsrisiko einer Kapselfibrose bei einer Brustvergrößerung ist allerdings gering.

In den meisten Fällen ist die Kapselfibrose sehr dünn und wird von der Patientin nicht bemerkt. In einigen wenigen Fällen bildet sich aber eine harte und dicke Hülle. Diese kann sich zusammenziehen und auch zu Schmerzen als auch zu Veränderungen der Brustform führen. Ab diesem Punkt spricht man von einer Kapselfibrose.

Kapselfibrose

Kapselfibrose und ihre Stadien

Die Ausprägung einer Kapselfibrose wird in vier Grade eingeteilt. Grad I bedeutet lediglich eine dünne nicht tastbare Kapsel und Grad IV geht mit  Schmerzen und Deformationen der Brust einher.

Wir konnten in unserer Praxis in München schon einigen Patientinnen unterschiedlicher Schweregrade behilflich sein. Im Folgenden sehen Sie eine Übersicht der Stufen einer Kapselfibrose:

I Grad der Kapselfibrose

Bei dieser Stufe der Kapselfibrose fühlt sich die Brust von außen noch weich und unauffällig an. Um jedes eingebrachte Implantat bildet sich eine dünne Kapsel aus, die jedoch nicht spürbar ist. Dies ist nach jeder Brustvergrößerung völlig normal. Die Patientin ist schmerzfrei und es treten keine sicht- oder tastbaren Anzeichen einer Kapselfibrose auf.

II Grad der Kapselfibrose

Eine minimale Verhärtung durch eine angehende Kapselbildung ist bereits vorhanden. Es zeigen sich äußerlich aber keine auffallenden Veränderungen. Eine Behandlung der Kapselkontraktur ist bei diesem Grad noch nicht zwingend erforderlich, da die Kapselfibrose in der Brust nicht ausgeprägt ist.

III Grad der Kapselfibrose

Es liegt bereits eine tastbare Verhärtung infolge einer Kapselfibrose mit beginnender Formveränderung der Brust vor. Die Kapselfibrose ist somit auch von außen sichtbar. Das Implantat beginnt sich aufgrund der Kapsel zusammenzuziehen, was mitunter Schmerzen verursachen kann. Dies muss nicht zwingend der Fall sein. Eine chirurgische Operation der Kapselfibrose ist nötig, wenn die Brust aufgrund der Kapselfibrose bereits schmerzhaft verhärtet und verformt ist.

IV Grad der Kapselfibrose

Die Patientin leidet an einer ausgeprägten Kapselfibrose. Die Kapselfibrose in der Brust ist häufig mit Schmerzen verbunden und die Deformation der Brust ist deutlich erkennbar. Schmerzen können bei Bewegungen mitunter bereits bei leichtem Berühren der Brust wahrgenommen werden. Die Kapsel ist extrem verhärtet und zusammengezogen. Bei dieser Stufe der Kapselfibrose ist ein operativer Eingriff zwingend erforderlich.

“Befürchten Sie, dass bei Ihnen bereits eine Kapselfibrose vorliegt? Vereinbaren Sie einen Termin mit mir. In einem vertraulichen Gespräch berate ich Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten”

Dr. Maximilian Eder

Kapselfibrose – Kapselverhärtung und die Ursachen

Die ersten Symptome einer Kapselfibrose sind häufig Spannungsgefühle bei bestimmten Bewegungen oder eben leichte Verhärtungen. Ein Arzt diagnostiziert eine Kapselverhärtung vorab durch Abtasten der Brust. Eine Bestätigung liefert eine Mammasonographie oder auch ein Nativ-MRT.

Die Entstehung der Kapselfibrose oder auch Kapselkontraktur genannt, kann unter anderem durch bakterielle Besiedelung der eingebrachten Implantate hervorgerufen werden. Die genaue Ursache einer Kapselfibrose ist aber noch unklar. Es wird vermutet, dass die Oberflächenstruktur der Implantate und eventuell auch die Positionierung vor oder hinter dem Brustmuskel eine Rolle bei der Bildung einer Kapselfibrose spielen können.

Außerdem begünstigen stärkere Blutungen und größere Blutergüsse bakterielle Besiedelung der Implantate. Der operative Zugangsweg über den Brustwarzenhof und auch feine Fremdkörper beispielsweise durch Materialabrieb begünstigen ebenso eine Kapselfibrose.

Bei den älteren Implantaten ist das Risiko einer Kapselfibrose deutlich höher als bei den Implantaten der neueren Generation. Gründe dafür waren sowohl die Qualität der Implantate als auch auf die angewandten OP-Techniken. Bei den modernen Implantaten (wie vom Hersteller Motiva) ist der Risikofaktor einer Kapselfibrose mit unter 0,8 Prozent deutlich reduziert. Im Vergleich zu anderen Implantatkissen vor einigen Jahren. Außerdem ermöglichen die routinemäßig von Dr. Eder verwendeten, gewebeschonenden Operationstechniken wie die “Minimal-Scar-Technik” oder die “No-Touch-Technik” eine weitere Minimierung der Kapselfibrose. Die Kapselfibrose ist keine gesundheitsgefährdende Komplikation. Sie kann jedoch entsprechend des Stadiums zu Schmerzen und Veränderung der Brustform führen, die einer operativen Korrektur bedürfen.

Müssen die Implantate bei einer Kapselfibrose ausgetauscht werden?

Bei einer Kapselfibrose ist nicht zwingend ein operativer Eingriff nötig. Bei einer beginnenden Kapselfibrose können mitunter lokale Massagen oder auch Medikamente die Symptome verbessern. Grundsätzlich gilt: Je früher die Kapselfibrose behandelt wird, desto besser. 

Mit der Behandlung der Kapselfibrose sollte also so schnell wie möglich begonnen werden, um eine Verbesserung zu erzielen. Können nicht-operative Methoden keine Besserung erzielen, ist ein Entfernen der Implantate oder Implantataustausch aufgrund einer Kapselfibrose meist unumgänglich. 

Eine Kapsulotomie ist eine minimal-invasive endoskopische Methode, die Kapselfibrose zu behandeln. Der Chirurg schneidet vernarbtes Kapselgewebe ein, um dem Implantat mehr Platz zu geben. Dr. Eder führt diese veraltete Methode, die, wenn dann nur bei einer schwachen Kapselfibrose helfen kann, nicht durch.

Besonders bei einer schmerzhaften Kapselfibrose, die mit einer Verformung der Brust einhergeht, ist eine operative Korrektur zu empfehlen. Meist machen die beiden letzten Stadien der Kapselfibrose, der III und IV Grad, eine Operation notwendig. In diesen Fällen lassen sich die Verhärtungen, aufgrund der Kapselfibrose, in der Regel nicht mehr mit minimal-invasiven Methoden beseitigen. Dann kann nur mehr eine Implantatentfernung und eine vollständige Entfernung der Kapselfibrose helfen. Nachher wird ein neues Implantat eingebracht.

Dr. med. Maximilian Eder berät Sie in einem persönlichen Informationsgespräch, ob bei Ihnen ein Implantatwechsel durch eine Kapselfibrose nötig ist. 

Wie kann man die Entstehung einer Kapselfibrose vorbeugen?

Um einer Kapselfibrose vorzubeugen sollten zum einen moderne Qualitätsimplantate verwendet werden und gewebeschonende Operationstechniken angewandt werden. Um bei der Brustvergrößerung mit Implantat sichere und optimale Ergebnisse zu erzielen, verwendet Dr. med. Maximilian Eder ausschließlich qualitativ hochwertige Brustimplantate mit spezieller Nano-Oberflächenstruktur. 

Diese senken allein durch ihre Struktur das Risiko einer Kapselfibrose erheblich und sind wissenschaftlich getestet.​​1​

Umfangreiche wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass das Implantat während des Eingriffes konsequent vor Verunreinigungen und Kontamination mit Bakterien geschützt werden muss, um das Risiko einer Kapselfibrose signifikant zu senken. Deshalb setzt Dr. med. Maximilian Eder die Implantate mithilfe modernster OP-Techniken wie der „No-Touch-Technik“ ein. Dadurch wird das Risiko und Auftreten einer Kapselfibrose im Minimalbereich gehalten. 

Das Risiko einer Kapselfibrose lässt sich jedoch nur bei eine Brustvergrößerung mit Eigenfett komplett vermeiden.

Kapselfibrose Behandlung

Bei den ersten beiden Graden der Kapselfibrose können schon nicht operative Methoden wie eine medikamentöse Therapie helfen. Ist die Kapselfibrose aber bereits stark ausgeprägt, kann ein Wechsel der Implantate nötig sein. 

Bei der OP wird das Implantat und die Kapselfibrose über die vorhandene OP-Narbe komplett entnommen. Dieses aufwendige Vorgehen nennt man “en-bloc” Resektion, ohne dass dabei das angrenzende Brustgewebe in Mitleidenschaft gezogen wird. In der Folge werden neue Implantate mit verbesserten Materialeigenschaften eingesetzt. Die Operation zur Behandlung der Kapselfibrose wird auch Kapsulektomie bezeichnet.

Haben Sie noch Fragen zum Thema Kapsulektomie oder Implantatwechsel? Kontaktieren Sie Dr. med. Maximilian Eder und besprechen Sie in einem persönlichen und vertraulichen Beratungsgespräch Ihre Optionen!

Kosten bei einer Kapselfibrose Behandlung

Die Kosten für eine operative Korrektur einer Kapselfibrose sind höher als bei einer Brustvergrößerung mit Implantat. Dies hat den Grund, dass es sich um eine aufwendigere und anspruchsvollere OP Technik handelt. Wenn nur das Implantat samt Kapsel entfernt werden soll liegen die Kosten ab 5.800 €. Wird in derselben Operation neben der Kapselfibrose auch ein Implantatwechsel durchgeführt liegen die Kosten ab 7.900 €.

  1. 1.
    Pompei S, Arelli F, Labardi L, Marcasciano F, Evangelidou D, Ferrante G. Polyurethane Implants in 2-Stage Breast Reconstruction: 9-Year Clinical Experience. ASJOUR. Published online December 9, 2016:171-176. doi:10.1093/asj/sjw183