Implantatlage bei der Brust­vergrößerung

Die Lage und das Implantat an sich sind entscheidend für das Endergebnis der Brust.

Bei einer Brustvergrößerung gibt es vier mögliche Implantat-Lagen: 

Der Plastische Chirurg bringt die Implantate je nach anatomischer Ausgangslage der Frau bzw. gewünschter Brustform ein. Welche OP Technik infrage kommt, hängt also nicht von der Form der Implantate ab. Vielmehr ist bei der Wahl der richtigen Methode die anatomische Beschaffenheit der Brust entscheidend.

“Gemeinsam mit Ihnen bespreche ich, welche Lage des Implantates für Sie am Optimalsten ist und am Besten zu Ihnen und Ihrem Körper passt.”

Dr. Maximilian Eder

Implantatlagen und Platzierung des Implantat bei Brustvergrößerung

1. Lage des Implantats über Brustmuskel

Bei der Lage des Implantats über dem Brustmuskel bringt der Chirurg die Implantate in den Hohlraum zwischen Brustmuskel und Brustdrüse ein. Diese Methode ist vor allem für Frauen geeignet, die über ausreichend eigenes Brustgewebe verfügen. 

Um ein natürliches und ästhetisches Ergebnis zu erzielen, ist es wichtig, dass die Implantate von allen Seiten mit Eigengewebe bedeckt sind. 

Besonders vorteilhaft bei dieser OP-Methode sind die geringen Schmerzen und eine schnellere Heilung im Gegensatz zu den beiden Vorgehensweisen unter dem Brustmuskel. Ein mögliches Risiko besteht darin, dass die Implantate im Laufe der Zeit ein wenig absinken können. 

Auch bei Patientinnen, die eine ausgeprägte Muskulatur im Brustbereich haben (Wettkampfsportlerinnen, Bodybuilderinnen, etc.) wird die Lage des Implantats über dem Brustmuskel bevorzugt. Würde das Implantat unter dem Brustmuskel platziert werden, könnte es durch Muskelkontraktionen verformt werden (“jumping breast”).

Für sehr schlanke Frauen mit wenig eigenem Brustgewebe besteht die Gefahr, dass die Umrisse der Silikonimplantate später sichtbar sind. Außerdem kann es zu Falten und Dellen an der Brust kommen. In solchen Fällen besteht die sehr schonende Möglichkeit einer Brustvergrößerung mit Implantat in Kombination mit Eigenfett – die PRIME Brustvergrößerung.  

2. Lage des Implantats unter der Brustmuskelfaszie

Bei der subfaszialen Lage bringt der Plastische Chirurg das Implantat zwischen die Faszie des Brustmuskels und dem Brustmuskel selbst ein. Die Muskelfazie trennt das Implantat von der direkten Lage unter der Brustdrüse (subglandulär). Die Faszie ist eine dünne, bindegewebige Schicht, die den Brustmuskel wie eine feine Hülle umgibt. 

Die subfasziale Lage gewährleistet eine stabilere Lage des Implantats als nur unter der Brustdrüse allein. Das Implantat wird hier zusätzlich vom Muskel gehalten. Somit ist das Ergebnis langanhaltender. Ebenfalls ist diese OP Technik sehr schmerzarm und die Patientin ist rasch wieder gesellschafts- und arbeitsfähig. 

Bei sportlichen, schlanken Frauen, die ihre Brustmuskulatur viel beanspruchen, ist diese Implantatlage ideal. Mit modernen ergonomischen Implantaten in Kombination mit Eigenfett (PRIME Brustvergrößerung) ist dies eine optimale Behandlungsoption für eine natürliche Brustvergrößerung mit Implantat.  

3. Lage des Implantats teilweise unter dem Brustmuskel 

Soll das Implantat teilweise unter dem Brustmuskel liegen, wird der große Brustmuskel am unteren Pol schonend abgelöst und die Implantate darunter gesetzt. Die Brustimplantate werden so im oberen Anteil vom Brustmuskel bedeckt. Im unteren Teil der Brust fügt sich das Implantat wieder ins Brustgewebe ein und wird von Fettgewebe und Brustdrüse bedeckt. Dadurch sind die Konturen des Implantats später nicht von außen sichtbar und schwerer zu ertasten. Diese Methode wird auch Dual plane Technik genannt.

Für Frauen mit wenig eigenem Brustgewebe, die sich trotzdem ein natürliches Ergebnis wünschen, ist diese Implantatlage eine gute Option. Die Brust erhält eine besonders ästhetische Form. Durch das Anspannen des Brustmuskels wird das Implantat bei einer normalen Ausprägung der Muskulatur (Freizeitsportlerinnen) nicht bis wenig verformt.

Die subpectorale Implant-Lage ist vor allem dann geeignet, wenn eine moderate Brustvergrößerung gewünscht wird. Da der Platz unter dem Brustmuskel begrenzt ist, kann nicht jede beliebige Implantatgröße eingesetzt werden. 

4. Lage des Implantats komplett unter der Brustmuskulatur 

Die Lage der Implantate bei dieser Methode ist hinter vier Muskeln. Bei dieser Methode setzt der Plastische Chirurg die Brustimplantate hinter dem großen Brustmuskel, dem geraden Bauchmuskel, dem schrägen Bauchmuskel und dem vorderen Sägezahnmuskel ein. Die Implantate sind somit komplett von Muskelgewebe bedeckt. Dies schützt vor Verformungen und einem Absinken des Implantats. 

Nicht geeignet ist dieses Verfahren für Frauen, die sich eine erhebliche Brustvergrößerung wünschen. Sehr große Implantate finden hinter den Brustmuskeln keinen Platz. Bei SportlerInnen wird diese Methode ebenfalls nicht angewandt, da es zu einer Verformung des Implantats durch Muskelbewegungen kommen kann.