Narbenbildung bei der Bruststraffung – Schnitttechniken und Nachsorge

Die Bruststraffung ist einer der chirurgischen Eingriffe, der am häufigsten durchgeführt wird. Dies ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass viele Frauen unter schlaffen Brüsten leiden. Gewichtsschwankungen, Schwangerschaften oder normale hormonelle Schwankungen können die Ursachen dafür sein. Auch der natürliche Alterungsprozess führt zu einer Erschlaffung des Brustgewebes. 

Asymmetrien und hängende Brüste können die Folge sein. Eine von einem Facharzt für plastische Chirurgie durchgeführte Bruststraffung schafft Abhilfe. Auch wenn die Brust nach der OP ganz ohne Implantate straffer und voller wirken wird, handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, der, wie jede Brust OP, zu Narben führen wird.

Aber da es sich um eine Schönheits-OP handelt, kann man jedoch darauf achten, dass diese Narben möglichst unauffällig ausfallen. Dies ist einerseits eine Frage der Methode, andererseits können Patientinnen durch die optimale Nachsorge selbst beeinflussen, wie gut die Narben verheilen.

3 Arten von Schnittechniken

Die Methode, die gewählt wird, um die Brüste zu straffen, hängt insbesondere davon ab, wie schlaff die Brust bereits ist und wie viel Brustgewebe entfernt werden muss. Ist wenig Brustgewebe vorhanden, besteht auch die Option, zusätzlich Implantate einzusetzen.

  • periareoläre Straffung
  • L- oder T-Schnitt
  • Lejour Methode oder I-Schnitt
Double Bubble als Nebenwirkung der Brustvergrößerung

Die periareoläre Straffung

Die am wenigsten invasive Methode, die sogenannte periareoläre Straffung, wird auch „Minilift“ oder „zirkuläre Bruststraffung“ genannt. Sie hinterlässt die unauffälligsten Narben und verheilt in der Regel auch am schnellsten. Diese Methode ist insbesondere dann erfolgversprechend, wenn der Busen nicht zu sehr hängt und der Anteil der überschüssigen Haut nicht zu groß ist.

Bei der periareolären Straffung wird nur ein einziger Schnitt gesetzt. Dieser verläuft ringförmig um die Brustwarze. Dort wird ein Hautstreifen entfernt und das Gewebe gestrafft. Drei bis vier Wochen nach der Operation, wenn die Narben gut verheilt sind, erscheint der Übergang zwischen Warzenhof und umliegender Brusthaut oft etwas prägnanter als vorher.

Mit auffälliger Narbenbildung ist jedoch nicht zu rechnen.

Der L- oder T-Schnitt

Verspricht der „Minilift“ keine ausreichende Wirkung, wird meist der etwas umständlichere T-Schnitt oder L-Schnitt eingesetzt. Bei dieser Technik wird die Brustwarze versetzt. Auch hier wird zunächst ein zirkulärer Einschnitt um den Brustwarzenhof gesetzt. Um die Brust anzuheben, setzt der plastische Chirurg zusätzlich einen Schnitt, der von der Brustwarze zur Unterbrustfalte verläuft.

Ein weiterer verläuft dann entlang der Unterbrustfalte. Wird er in nur in eine Richtung gesetzt, bezeichnet man ihn als L-Schnitt, wird er in beide Richtungen gesetzt, handelt es sich um einen T-Schnitt. Diese Methode ist am effektivsten, greift jedoch auch am Stärksten in die natürliche Brustform ein. Die Narbe, die um den Brustwarzenhof entsteht, ist wie beim „Minilift“ später sehr unauffällig.

Es verbleiben zusätzlich eine Quernarbe, die sich jedoch kaum sichtbar im Schatten der Brust befindet, und eine senkrechte Narbe von der Unterbrust zur Brustwarze, die immer als ein dünner Strich sichtbar bleiben wird. In Unterwäsche und Badebekleidung sind glücklicherweise beide Narben verdeckt.

Der I-Schnitt

Zuletzt gibt es noch die sogenannte Lejour-Methode. Die auch als I-Schnitt bezeichnete Technik eignet sich ebenfalls, wenn die Brüste nicht zu sehr hängen. Diese Methode kommt mit zwei Einschnitten aus. Einmal um den Warzenhof und von dort senkrecht zur Unterbrustfalte. Mithilfe einer speziellen Naht wird die Brust dann gestrafft.

Die Narbe, die dadurch entsteht, sieht in den ersten Wochen nach der Brust-OP eher unschön aus, glättet sich jedoch im Laufe des Heilungsprozesses von selbst. Der Schnitt verheilt dann zu einem dünnen, unauffälligen Strich.

Narbenpflege nach der Brust-Op

Die richtige Nachsorge und Narbenpflege für das schönste Ergebnis

Auch wenn Sie mit der plastischen und ästhetischen Chirurgie ein sehr gutes Ergebnis erzielen, sollten Sie sich, bevor Sie sich entscheiden, bewusst machen, dass ein chirurgischer Eingriff immer auch zu Narben führen wird. Diese verheilen in der Regel zu schmalen, unauffälligen Linien, die bis zu einem Jahr nach dem Eingriff noch gerötet sein können. 

Danach können sie mit zusätzlichen Maßnahmen wie zum Beispiel einem Laser noch unauffälliger gemacht werden. Auch von selbst wird eine Narbe, die sich am Anfang normalerweise noch farblich vom Gewebe der umliegenden Haut unterscheidet, nach spätestens drei Jahren kaum noch sichtbar sein. Wie gut Narben nach der Bruststraffung verheilen, haben Patientinnen teilweise auch selbst in der Hand. 

Es ist besonders wichtig, gute Nachsorge zu betreiben und sich zwei bis fünf Tage nach der Operation komplett zu schonen. Sechs Wochen lang sollte kein Sport getrieben, weitere sechs Wochen sollten Sie auf Sport speziell für den Oberkörper verzichten. Die ersten Wochen nach der Operation wird ein spezieller Stütz-BH getragen, der die Brust zusätzlich schützt und so den Heilungsprozess beschleunigt. 

Um den Narbenbereich vor Zug zu schützen, der die Narbe unschön aufdehnen könnte, werden spezielle Wundpflaster und Verbände eingesetzt. Direkte Sonneneinstrahlung und der Gang ins Solarium sollten sechs bis acht Monate nach der Operation vermieden werden. Sie könnten zur sogenannten Hyperpigmentierung, also einer farblichen Verdunkelung der Narbe, führen.

Spezielle Pflege-Cremes, die regelmäßig aufgetragen werden, helfen dabei, die Narben schneller verblassen zu lassen.

Was macht ein Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie?
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Wo entstehen bei einer Bruststraffung Narben?
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PD Dr. Med. Maximillian Eder

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Geprüft durch Dr. Maximilian Eder

Dr. Maximilian Eder ist seit vielen Jahren Spezialist der Ästhetischen und Plastischen Chirurgie.
Besonders die Brustvergrößerung München wie auch die Schamlippenverkleinerung und die Penisvergrößerung zählen zu Spezialgebieten von Dr Maximilian Eder.
Die Informationen auf dieser Seite wurden von Dr. Eder geprüft und beruhen auf den höchsten medizinischen Standards der Plastischen Chirurgie. Nähere Informationen und wissenschaftliche Publikationen finden Sie unter „Über Dr. Eder“.